Weisheit aus Afrika "Die beste Zeit einen Baum zu pflanzen war vor 20 Jahren, die nächstbeste ist jetzt!"
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Neues aus Goma

Der Nyiragongo gibt keine Ruhe - Was passiert mit Goma?

 

Update: 02. Juni 2021

 

Die Lage hat sich etwas weiter entspannt. Die ersten Bewohner sind in ihre Häuser zurückgekehrt. Doch noch hat die Regierung keine Entwarnung gegeben; die Gefahr eines weiteren Ausbruchs besteht nach wie vor.

Bisher sind alle Kinder im Heim geblieben und die Heimleitung orientiert sich an den offiziellen Vorgaben der Provinzregierung. Dennoch werden von uns Planungen für eine mögliche Evakuierung vorangetrieben, um im Ernstfall vorbereitet zu sein.

 

Mai 2021

 

Entgegen unserer Hoffnungen hat sich die Lage in Goma doch nicht entspannt. Im Gegenteil: In der Zwischenzeit wurden 10 Bezirke in Goma evakuiert, Die Menschen sind auf der Flucht, Es herrschen chaotische Verhältnisse. Weiterhin besteht die Gefahr eines Ausbruch des Nyiragongo, die Erde bebt unablässig und die Lava fließt unter der Stadt in Richtung Kivu-See. Eine Naturkatastrophe wäre, wenn das im Kivu-See gebundene Methangas durch die Lavatätigkeit freigesetzt wird. 

Nicht unbedingt in unseren TV-Nachrichten wird darüber berichtet, aber in diversen Online-Medien lassen sich die aktuellen Zustände verfolgen. Die TAZ berichtet beispielsweise sehr ausführlich. 

 

Nach-dem-Vulkanausbruch-im-Kongo

 

Das Zentrum JKW1  liegt im Osten von Goma im Bezirk Kyeshero. Für diesen Teil der Stadt wurde offiziell noch keine Evakuierung angeordnet. Dennoch würden wir gern das Zentrum und die Bewohner von JKW2 sowie das Heimpersonal mit ihren Familien in ein sicheres Gebiet nach Muku in der Nähe von Bukavu bringen. Es mangelt jedoch an Transportmöglichkeiten, freien Straßen und sicheren Wegen. Die Straße dorthin führt am Kivu-See entlang. Der Schiffsverkehr wurde inzwischen eingestellt.

 

Dem Heimleiter gelingt es mit Mühen, die Kinder zu beruhigen, aber die psychische Belastung für alle ist riesengroß. Wir stehen in ständigem Kontakt mit dem Heimleiter und den inzwischen erwachsenen jungen Männern. Hoffen wir, dass sich bald eine Lösung findet.

 

 

Erste Erfolge bei der Selbstversorgung

 

April 2021

 

Gemüseanbau: Mit Begeisterung haben unsere Jugendlichen im Hof von JKW1, unserem Zentrum, ein Gemüsebeet angelegt, auf dem zunächst Amaranth ausgesät wurde. Die erste Ernte wird schon Anfang Mai erwartet. Amaranth erinnert an Hirse. Die Pflanze ist ein wichtiger Eiweißlieferant, reich an Ballaststoffen und Proteinen und eignet sich hervorragend zum Kochen. Weltweit sind 60-98 Arten von Amaranth verbreitet.

 

Kaninchenzucht: Aber auch die Jüngsten übernehmen schon eine Aufgabe. Sie werden in die Pflege der Kaninchen eingewiesen und lernen die verschiedenen Gräser und Pflanzen für deren Nahrung kennen. Mit Eifer sind sie dabei und stolz, mithelfen zu dürfen.

 

Gemüsebeet  Kaninchenställe

 

 

Wir freuen uns! Neue Kinder im Heim angekommen!

 

März 2021

 

Der Wechsel von älteren Jugendlichen in die Wohnung für ‚Selbstversorger‘ JKW 2 und die Rückführung von älteren Mädchen in ihre Familien, schaffte im Zentrum Platz für die Aufnahme weiterer jüngerer Kinder. Mit Unterstützung der örtlichen Behörden in Goma konnten 13 Kinder ausgewählt und bei Jua Kwa Watoto aufgenommen werden: fünf Mädchen und acht Jungen, alle im Alter zwischen 6-9 Jahren, Halb- oder Vollwaisen und unter erbärmlichen Umständen größtenteils auf der Straße lebend. Da sie nur sehr mangelhaft mit Kleidung und sonstigen Materialien ausgestattet waren, mussten einige Grundanschaffungen für sie getätigt werden.

Nach inzwischen drei Monaten im Heim und dem Zusammenleben mit den neuen "Geschwistern" fragte sie der Heimleiter Monsieur Eloi in Gesprächen nach ihren neuen Eindrücken und Erfahrungen. 

Die Kinder brachten ihre Gefühle deutlich zum Ausdruck. Ihre Aufnahme ins Zentrum ist für sie ein Segen und bringt neue Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Sie sind stolz darauf, im Zentrum leben zu dürfen, genießen die Zuwendung und Fürsorge und freuen sich, die Schule besuchen zu dürfen. Sie haben wieder Lebensfreude! 

 

Hier ein Auszug aus dem Statement eines der Jungen … mehr

 

Mit allen Kindern des Zentrums JKW 1 wurde auch die Frage nach dem Wert einer Person diskutiert. Die Kinder hatten klare Vorstellungen davon, wann jemand wertvoll ist: verantwortlich und klug handeln, anderen Mitgliedern der Gemeinschaft nützlich zu sein usw. und wann nicht: Tod der Eltern, Armut, Diskriminierung, Hochmut oder Disziplinlosigkeit. Der Heimleiter vermittelte ihnen, dass jeder Mensch trotz der erlebten Schwierigkeiten ein wertvoller Mensch sei, insbesondere vor Gottes Angesicht.

 

Wir alle freuen uns über die schnelle und gelungene Integration unserer neuen Kinder und die herrschende Zuversicht im Heim.

 

Endlich wieder Schule

 

Februar 2021

 

Die Schulen und Hochschulen in der DR Kongo wurden nach 2 Monaten der coronabedingten Schließung Ende des Monats endlich wiedereröffnet. Die Kinder und Jugendlichen haben sich sehr darüber gefreut.

 

 

 

Neue Freizeitbeschäftigungen in JKW - Schmuckherstellung und Bilder

 

Oktober 2020

 

Bei unserem letzten Besuch in Goma im Sommer 2019 präsentierten uns die Mädchen aus JKW1 stolz ihre selbst angefertigten Ketten, Armbänder und Ringe. Einige dieser tollen Stücke aus Papier- und Stoffperlen haben wir damals mit nach Deutschland gebracht und in unserem Afro-Shop angeboten. Alle waren begeistert von den Schmuckstücken.

 

Anfang des Jahres 2020 berichteten uns die Betreuer, dass sich die Herstellung von Schmuck zunehmender Beliebtheit bei den Kindern und Jugendlichen des Zentrums erfreut. Manche von ihnen konnten ein ungeahntes Talent entdecken. Aus ersten Versuchen sind hübsche und qualitativ gute Produkte entstanden, auf die sie mit Recht stolz sind.

 

Kette aus Papierperlen

Ketten aus Stoff

                                         

                     ... mehr                                            

 

         

 

 

Informationsveranstaltung über Covid-19 in JUA KWA WATOTO / Goma

 

Am 10. März 2020 waren bereits 7 afrikanische Länder von dem Virus betroffen, von denen die D.R. Kongo laut einer Verlautbarung des nationalen Gesundheitsministeriums mit nur einem Infektionsfall in der Hauptstadt Kinshasa auf dem 7. Platz stand.

Doch schon am 26. März wurden in Kinshasa 58 Erkrankungen und 3 Tote verzeichnet.

Ein erster nachgewiesener Corona-Fall in der Nachbarprovinz Ituri löste in der Provinz Nord-Kivu Panik aus. Nachdem auch in den Städten Beni und Goma, sowie in der Hauptstadt von Südkivu, Bukavu, erste Fälle registriert wurden, ergriff insbesondere die Stadt Goma strenge Maßnahmen zur Eindämmung der Gefahr: ...mehr

 

 

Bei den Pygmäen

 

Pygmäen ist ein Sammelbegriff für eine Gruppe afrikanischer Völker mit unterschiedlichen kulturellen Gesellschaften, deren gemeinsames Merkmal eine relativ geringe Körpergröße ist. Im zentralafrikanischen Raum, insbesondere in der Demokratischen Republik Kongo, leben verschiedene Untergruppen von Pygmäen. Sie sind von ihrem Selbstverständnis her Jäger und Sammler und leiden unter der fortschreitenden Veränderung ihres traditionellen Lebensraumes.

Nach einem Beschluss der kongolesischen Regierung bemüht man sich seit vielen Jahren darum, die Pygmäen sesshaft zu machen, was für diese freiheitsliebenden Nomaden ein kaum vorstellbares Unterfangen ist.

 

Im Rahmen der beiden Begegnungsreisen in den Kongo von 2017 und 2019 besuchten die Reiseteilnehmer auch eine kleine Pygmäen-Siedlung nördlich der Stadt Bukavu (Südkivu).    ... mehr

 

Das Dorf 2017

 

 

 

 

 

 

Aktion zum Weltfrauentag 2019

März 2019
 

Das Zentrum Jua Kwa Watoto in Goma hat mit den großen Mädchen eine Aktion organisiert, um den Monat März zu feiern, der auch der Monat der Frau ist. Die Unternehmung hatte das Ziel, den Mädchen zu verstehen zu geben, dass der Monat März nicht nur zum Feiern da ist, sondern auch zum Nachdenken anregen soll. Als Frau sollte man sich Gedanken darüber machen, was man in der Zukunft zum Wohl der Gesellschaft und der Familie beitragen kann, da man alsbald Hausfrau, Mutter, Unternehmensleiterin etc. sein könnte.

 

 

Die Mädchen mit Tshetshe (vorne) und Heimmutter Deodathe

 

... mehr

 

 

 

Friedensnobelpreis für den kongolesischen Arzt Denis Mukwege

Oktober 2018


Mit großer Freude haben wir die Verleihung des diesjährigen Friedensnobelpreises Anfang Oktober u. a. an den kongolesischen Arzt Denis Mukwege zur Kenntnis genommen. Er erhielt diesen Preis zusammen mit der Jesidin Nadia Murad aufgrund seines unermüdlichen Kampfes gegen sexuelle Gewalt. ...mehr

 


 

Ebola-Epidemie erreicht Nord-Kivu!

August 2018

 

Vom Vorstand unseres Partnervereins JKW (Jua kwa watoto) erreichte uns uns ein Hilferuf: Der Ebolavirus kommt der Stadt Goma immer näher. Er hat jetzt auch die Gegend von Beni, die etwa 360 km von Goma entfernt ist, erreicht.

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JKW arbeitet eng mit der kirchlichen Organisation CBCA (Baptistische Kirche im Zentrum Afrikas), zusammen. CBCA ist in dieser Region des Ostkongo mit vielen sozialen Einrichtungen vertreten. Sie ist sowohl in Bildungs- als auch in Gesundheitseinrichtungen aktiv.


CBCA möchte die Menschen über die Krankheit informieren und aufzeigen, wie man sich vor ihr schützen kann. Schulen, Kirchen und öffentliche Plätze sollen mit Hygiene-Material ausgestattet werden. Die Krankenstationen benötigen dringend Schutzmaßnahmen und Medikamente. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen soll zu einem Netzwerk auf- und ausgebaut werden.

 

Dafür braucht die CBCA dringend Mittel, um die notwendigen Investitionen in Megafone, Flyer, medizinisches und Hygienematerial tätigen zu können.

 

JKW und CBCA sind an Sun for Children e.V. mit der Bitte herangetreten, sie in dieser für die Menschen in Nord-Kivu lebenswichtigen Aufgabe durch Spenden zu unterstützen.

Wenn Sie helfen möchten, spenden Sie auf das Konto von Sun for Children und tragen Sie unter Verwendungszweck „Ebola“ ein. Das Geld wird dann an die CBCA weitergeleitet.

 

Weitere Informationen finden Sie hier:

https://www.vemission.org/news/details/article/neuer-ebola-ausbruch.html

 

 

Weihnachen 2017 in Goma: Ein ganz besonderes Fest!



Im Gegensatz zu früheren Weihnachtsfeiern wurde das Weihnachtsfest diesmal nicht im Heim JKW1 sondern im Ausbildungszentrum “Centre Rudolf“ der Baptistischen Kirche CBCA durchgeführt. Dies wurde beschlossen, um den Kindern zu zeigen, dass sie auch wertvolle Mitglieder der Gesellschaft sind und sich nicht dafür schämen müssen, dass sie Waisen sind.

In dem großen festlich geschmückten Saal des Zentrums fanden alle unsere Schützlinge aus den Häusern JKW1 und JKW2 und auch viele unserer extern unterstützten Kinder und Jugendlichen (JKW3) an schön gedeckten Tischen Platz. Neben dem Heimleiter Eloi haben auch alle anderen Mitarbeiter des Heims an der Feier teilgenommen, worüber sich die Kinder sehr gefreut haben.

Die Feier begann mit einer kurzen Ansprache des Pastors Révérend Fataki zum Thema „Jeder Mensch ist wertvoll im Angesicht des Ewigen“. Sein Anliegen war es, den Kindern und Jugendlichen nahe zu bringen, dass sie sich der Liebe Gottes sicher sein dürfen und sich nicht vernachlässigen, sondern vielmehr wertschätzen sollen.

Ein besonderer Programmpunkt war zur Freude aller Gäste die Aufführung von kleinen Sketchen, die der junge Mann Pascal (von der Kulturorganisation „Kilalo“) mit den Kindern von JKW eingeübt hatte.

 

 

Den krönenden Abschluss der Feier bildete dann das leckere und üppige Abendessen!

Doch lassen wir die Kinder auch selbst zu Wort kommen.

Ein Mädchen aus JKW1 sagte über die Feier: „Ich bin sehr zufrieden damit, wie wir dieses Jahr Weihnachten verbracht haben. Dadurch, dass wir unser Zuhause verlassen haben und für die Weihnachtsfeier in das Zentrum Rudolf der CBCA gegangen sind, fühlen wir uns sehr gewürdigt und haben verstanden, dass es auch für uns möglich ist, ein glückliches Leben zu führen“.
Und einer unserer Jugendlichen aus JKW2 äußerte sich folgendermaßen: „Ich bin sehr glücklich über diese äußerst lobenswerte Geste. Bisher haben wir Weihnachten immer im Zentrum verbracht, doch der Ausflug zum Zentrum Rudolf hat uns sehr aufgewertet und darauf sind wir stolz. Vielen Dank an Sun for Children für die stetige Unterstützung der Kinder und Jugendlichen von JKW Goma.“

 

Last but not least: Der Heimleiter Eloi schrieb uns, „dass alle Kinder die Weihnachtsgrüße ihrer Paten erhalten haben, die sie voller Freude und mit großer Aufmerksamkeit gelesen haben. Mithin beginnen die Kinder und Jugendlichen von JKW Goma das Jahr 2018 mit Mut, Hoffnung und in guter Stimmung“.
Große Freude und Dankbarkeit herrschten natürlich auch über die Weihnachtsgeschenke aus Deutschland. Diese Aktion hat erneut ihre Zuversicht gestärkt und ihr Vertrauen darauf, dass sie ihren Paten stets am Herzen liegen. Alle Kinder und Jugendlichen konnten in Begleitung von Mitarbeitern des Zentrums auf die Märkte gehen, um Kleider oder Schuhe nach ihrem Geschmack einzukaufen. Sie sind Sun for Children und ihren Paten aufrichtig dankbar und wünschen ihnen Gottes Segen!