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Neues aus Goma und dem Kongo

 

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Neues aus Goma

Friedensnobelpreis für den kongolesischen Arzt Denis Mukwege

 

Oktober 2018

 

Mit großer Freude haben wir die Verleihung des diesjährigen Friedensnobelpreises Anfang Oktober u. a. an den kongolesischen Arzt Denis Mukwege zur Kenntnis genommen. Er erhielt diesen Preis zusammen mit der Jesidin Nadia Murad aufgrund seines unermüdlichen Kampfes gegen sexuelle Gewalt.

Dr. Mukwege behandelt seit mehr als 20 Jahren im Osten der Demokratischen Republik Kongo die Frauen, die Opfer von Vergewaltigungen geworden sind. Vergewaltigungen sind ein perfides Mittel, um die betroffenen Frauen, ihre Familien und ganze Dörfer zu zerstören. Die Opfer leiden an unvorstellbaren physischen Verletzungen und seelischen Qualen. Die Ehemänner, die Familien und auch die Dorfbewohner wenden sich von den Frauen ab. In den Krisenregionen des östlichen Kongos trauen sich die Frauen aus Angst vor Übergriffen nicht mehr auf die Felder, um diese zu bestellen.

Aus diesem Grund kämpft Mukwege gegen die sexuelle Gewalt und ihre Folgen und benennt diese als eine Form des Terrors.

Vital Banywesize Mukuza, Direktor des Berufsausbildungszentrums CAPA in Bukavu, schreibt dazu in seinem Buch „Gitarren, Ziegelsteine und Matrosen“ folgendes:

„Das Grundmuster der Kriege hat sich im Laufe des letzten Jahrhunderts geändert, ist näher an den Menschen herangerückt. Nicht der großflächige Bombenabwurf ist das, was droht und erschreckt, sondern der Angriff des Menschen, des Nachbarn, des Bruders. Die Kriege sind kleiner geworden, regionaler begrenzter. … Heute geht es gegen Zivilisten, gegen Frauen und Kinder. Manchmal sogar gezielt und ganz bewusst.

Die Vergewaltigung von Frauen gehört zu diesen Grausamkeiten…“
 

Bei unserem Besuch im Juli 2017 in der Region Bukavu / Muku sind uns die großformatigen Plakate aufgefallen, auf denen die Bevölkerung darauf hingewiesen wird, dass Vergewaltigung strafbar ist und zur Anzeige gebracht wird bzw. gemeldet werden soll.