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Neues aus Goma

 

Kongo: Die rasenden Roller

Film / Reportage: 14.07.2019 Weltspiegel ∙ Das Erste
Dauer: 5:11 Minuten


E-Roller überschwemmen europäische Großstädte. In Goma/Kongo sind sie der absolute Renner: Lastenroller aus Holz, genannt Chukudus. So ziemlich alles wird transportiert, was man sich vorstellen kann.

Sie sind das "Wahrzeichen" Gomas und aus dem täglichen Treiben auf Gomas Straßen nicht wegzudenken.

 

Chukudu statt E-Scooter

 

 

 

Aktion zum Weltfrauentag 2019

 

März 2019
 

Das Zentrum Jua Kwa Watoto in Goma hat mit den großen Mädchen eine Aktion organisiert, um den Monat März zu feiern, der auch der Monat der Frau ist. Die Unternehmung hatte das Ziel, den Mädchen zu verstehen zu geben, dass der Monat März nicht nur zum Feiern da ist, sondern auch zum Nachdenken anregen soll. Als Frau sollte man sich Gedanken darüber machen, was man in der Zukunft zum Wohl der Gesellschaft und der Familie beitragen kann, da man alsbald Hausfrau, Mutter, Unternehmensleiterin etc. sein könnte.

 

 

Die Mädchen mit Tshetshe (vorne) und Heimmutter Deodathe

 

 

Medizinische Aufklärung

Für diesen Feiertag haben wir die Ärztin am Allgemeinen Krankenhaus von Goma Madame Zahina eingeladen, um die Mädchen im Umgang mit ihrer Menstruation einzuweisen und auf die Sauberkeit ihres Körpers während dieser Zeit zu achten, da die meisten der Mädchen schon fast erwachsen und einige in der Pubertät sind. Wir betrachten es als unsere Pflicht, sie gut zu informieren, um das Risiko von frühzeitigen Schwangerschaften unserer Mädchen zu vermeiden.

Die Ärztin klärte die Mädchen darüber auf, was der monatliche Zyklus eigentlich ist und forderte sie auf, ihren eigenen monatlichen Zyklus zu beobachten, um seinen Rhythmus und die Dauer kennen zu lernen. Sie wurden auch über die Bedeutung des Eisprungs und die Tage davor und danach aufgeklärt sowie über die Vorteile und Risiken, die mit diesen beiden Phasen verbunden sind.

 

Die Ärztin wies darauf hin, wie wichtig gerade während der Zeit der Menstruation die Sauberkeit der Wäsche und des Körpers sind, um sich keine Infektion zuzuziehen.

 

Wie decke ich einen Tisch

Wir haben die Gelegenheit des Beisammenseins wahrgenommen, um den Mädchen auch gute Manieren beizubringen. Dazu haben wir Mama Nicole eingeladen, die ein nahegelegenes Restaurant führt, um den Mädchen zu zeigen, wie man einen Tisch hübsch eindeckt.

Mama Nicole hat ihnen die verschiedenen Sorten von Gläsern, Bestecken und Tellern präsentiert und deren unterschiedliche Verwendung dargestellt. Sie zeigte den Mädchen auch, wie man sich bei Tisch verhält, was sich schickt und was unbedingt zu unterlassen ist.

Schließlich wurde ihnen noch der richtige Gebrauch von Küchengeräten erklärt und gezeigt, wie sie den Tisch schön herrichten können.

Die Mädchen und auch die begleitenden Mütter waren während des Tages erstaunt, wie viel Neues sie entdecken und lernen konnten. Wir sind davon überzeugt, dass dieser besondere Tag im Herzen der Mädchen in guter Erinnerung bleibt und ihnen das Erlernte für ihr ganzes Leben nützlich sein wird.

Wir werden Sun for Children für immer dankbar sein für die Unterstützung, ohne die wir dieses Fest nicht hätten ausrichten können. Auch für seine aufopfernden Bemühungen um jedes Kind des Zentrums. 

Der Herr im Himmel segne Sie für alles was Sie für unsere Kinder tun.

 

Tshetshe Tsheza, Erzieherin im Zentrum JKW

 

 

 

 

Friedensnobelpreis für den kongolesischen Arzt Denis Mukwege

 

Oktober 2018


Mit großer Freude haben wir die Verleihung des diesjährigen Friedensnobelpreises Anfang Oktober u. a. an den kongolesischen Arzt Denis Mukwege zur Kenntnis genommen. Er erhielt diesen Preis zusammen mit der Jesidin Nadia Murad aufgrund seines unermüdlichen Kampfes gegen sexuelle Gewalt.

Dr. Mukwege behandelt seit mehr als 20 Jahren im Osten der Demokratischen Republik Kongo die Frauen, die Opfer von Vergewaltigungen geworden sind. Vergewaltigungen sind ein perfides Mittel, um die betroffenen Frauen, ihre Familien und ganze Dörfer zu zerstören. Die Opfer leiden an unvorstellbaren physischen Verletzungen und seelischen Qualen. Die Ehemänner, die Familien und auch die Dorfbewohner wenden sich von den Frauen ab. In den Krisenregionen des östlichen Kongos trauen sich die Frauen aus Angst vor Übergriffen nicht mehr auf die Felder, um diese zu bestellen.

Aus diesem Grund kämpft Mukwege gegen die sexuelle Gewalt und ihre Folgen und benennt diese als eine Form des Terrors.

Vital Banywesize Mukuza, Direktor des Berufsausbildungszentrums CAPA in Bukavu, schreibt dazu in seinem Buch „Gitarren, Ziegelsteine und Matrosen“ folgendes:

Das Grundmuster der Kriege hat sich im Laufe des letzten Jahrhunderts geändert, ist näher an den Menschen herangerückt. Nicht der großflächige Bombenabwurf ist das, was droht und erschreckt, sondern der Angriff des Menschen, des Nachbarn, des Bruders. Die Kriege sind kleiner geworden, regionaler begrenzter. … Heute geht es gegen Zivilisten, gegen Frauen und Kinder. Manchmal sogar gezielt und ganz bewusst.

Die Vergewaltigung von Frauen gehört zu diesen Grausamkeiten…“

Bei unserem Besuch im Juli 2017 in der Region Bukavu / Muku sind uns die großformatigen Plakate aufgefallen, auf denen die Bevölkerung darauf hingewiesen wird, dass Vergewaltigung strafbar ist und zur Anzeige gebracht wird bzw. gemeldet werden soll.


Plakat

 


 

Dr. Mukwege stammt aus der Stadt Bukavu. Nach einem Medizinstudium in Burundi und Frankreich kehrte er in den Kongo zurück. Dort gründete er 1999 das Panzi-Krankenhaus, in dem er auch selbst die Vergewaltigungsopfer behandelt. Wir sind sehr dankbar für seine Arbeit und sein Engagement.

Weitere Informationen finden Sie unter den folgenden Links:

https://de.wikipedia.org/wiki/Denis_Mukwege

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-10/denis-mukwege-friedensnobelpreis-portraet

http://www.spiegel.de/politik/ausland/friedensnobelpreis-2018-denis-mukwege-von-kongos-regierung-kritisiert-a-1231851.html (inkl. Video)


 

Ebola-Epidemie erreicht Nord-Kivu!

 

August 2018

 

Vom Vorstand unseres Partnervereins JKW (Jua kwa watoto) erreichte uns uns ein Hilferuf: Der Ebolavirus kommt der Stadt Goma immer näher. Er hat jetzt auch die Gegend von Beni, die etwa 360 km von Goma entfernt ist, erreicht.

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JKW arbeitet eng mit der kirchlichen Organisation CBCA (Baptistische Kirche im Zentrum Afrikas), zusammen. CBCA ist in dieser Region des Ostkongo mit vielen sozialen Einrichtungen vertreten. Sie ist sowohl in Bildungs- als auch in Gesundheitseinrichtungen aktiv.


CBCA möchte die Menschen über die Krankheit informieren und aufzeigen, wie man sich vor ihr schützen kann. Schulen, Kirchen und öffentliche Plätze sollen mit Hygiene-Material ausgestattet werden. Die Krankenstationen benötigen dringend Schutzmaßnahmen und Medikamente. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen soll zu einem Netzwerk auf- und ausgebaut werden.

 

Dafür braucht die CBCA dringend Mittel, um die notwendigen Investitionen in Megafone, Flyer, medizinisches und Hygienematerial tätigen zu können.

 

JKW und CBCA sind an Sun for Children e.V. mit der Bitte herangetreten, sie in dieser für die Menschen in Nord-Kivu lebenswichtigen Aufgabe durch Spenden zu unterstützen.

Wenn Sie helfen möchten, spenden Sie auf das Konto von Sun for Children und tragen Sie unter Verwendungszweck „Ebola“ ein. Das Geld wird dann an die CBCA weitergeleitet.

 

Weitere Informationen finden Sie hier:

https://www.vemission.org/news/details/article/neuer-ebola-ausbruch.html

 

 

Weihnachen 2017 in Goma: Ein ganz besonderes Fest!



Im Gegensatz zu früheren Weihnachtsfeiern wurde das Weihnachtsfest diesmal nicht im Heim JKW1 sondern im Ausbildungszentrum “Centre Rudolf“ der Baptistischen Kirche CBCA durchgeführt. Dies wurde beschlossen, um den Kindern zu zeigen, dass sie auch wertvolle Mitglieder der Gesellschaft sind und sich nicht dafür schämen müssen, dass sie Waisen sind.

In dem großen festlich geschmückten Saal des Zentrums fanden alle unsere Schützlinge aus den Häusern JKW1 und JKW2 und auch viele unserer extern unterstützten Kinder und Jugendlichen (JKW3) an schön gedeckten Tischen Platz. Neben dem Heimleiter Eloi haben auch alle anderen Mitarbeiter des Heims an der Feier teilgenommen, worüber sich die Kinder sehr gefreut haben.

Die Feier begann mit einer kurzen Ansprache des Pastors Révérend Fataki zum Thema „Jeder Mensch ist wertvoll im Angesicht des Ewigen“. Sein Anliegen war es, den Kindern und Jugendlichen nahe zu bringen, dass sie sich der Liebe Gottes sicher sein dürfen und sich nicht vernachlässigen, sondern vielmehr wertschätzen sollen.

Ein besonderer Programmpunkt war zur Freude aller Gäste die Aufführung von kleinen Sketchen, die der junge Mann Pascal (von der Kulturorganisation „Kilalo“) mit den Kindern von JKW eingeübt hatte.

Den krönenden Abschluss der Feier bildete dann das leckere und üppige Abendessen!

Doch lassen wir die Kinder auch selbst zu Wort kommen.

Ein Mädchen aus JKW1 sagte über die Feier: „Ich bin sehr zufrieden damit, wie wir dieses Jahr Weihnachten verbracht haben. Dadurch, dass wir unser Zuhause verlassen haben und für die Weihnachtsfeier in das Zentrum Rudolf der CBCA gegangen sind, fühlen wir uns sehr gewürdigt und haben verstanden, dass es auch für uns möglich ist, ein glückliches Leben zu führen“.
Und einer unserer Jugendlichen aus JKW2 äußerte sich folgendermaßen: „Ich bin sehr glücklich über diese äußerst lobenswerte Geste. Bisher haben wir Weihnachten immer im Zentrum verbracht, doch der Ausflug zum Zentrum Rudolf hat uns sehr aufgewertet und darauf sind wir stolz. Vielen Dank an Sun for Children für die stetige Unterstützung der Kinder und Jugendlichen von JKW Goma.“

 

Last but not least: Der Heimleiter Eloi schrieb uns, „dass alle Kinder die Weihnachtsgrüße ihrer Paten erhalten haben, die sie voller Freude und mit großer Aufmerksamkeit gelesen haben. Mithin beginnen die Kinder und Jugendlichen von JKW Goma das Jahr 2018 mit Mut, Hoffnung und in guter Stimmung“.
Große Freude und Dankbarkeit herrschten natürlich auch über die Weihnachtsgeschenke aus Deutschland. Diese Aktion hat erneut ihre Zuversicht gestärkt und ihr Vertrauen darauf, dass sie ihren Paten stets am Herzen liegen. Alle Kinder und Jugendlichen konnten in Begleitung von Mitarbeitern des Zentrums auf die Märkte gehen, um Kleider oder Schuhe nach ihrem Geschmack einzukaufen. Sie sind Sun for Children und ihren Paten aufrichtig dankbar und wünschen ihnen Gottes Segen!